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Zunehmen

In der hausärztlichen Versorgung begleiten wir nicht nur Menschen mit Übergewicht, sondern auch Patientinnen und Patienten, die ungewollt zu wenig wiegen oder trotz ausreichender Ernährung nicht zunehmen. Untergewicht, unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder eine ausbleibende Gewichtszunahme kommen im Praxisalltag regelmäßig vor und erfordern eine sorgfältige medizinische Einordnung.

Übergewicht und Adipositas haben viele Ursachen und entwickeln sich häufig über einen längeren Zeitraum. Für Betroffene ist das Thema oft mit Unsicherheit, Frustration oder wiederholten erfolglosen Versuchen verbunden. In unserer Praxis legen wir Wert auf eine sachliche, respektvolle und individuelle Begleitung.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die medizinische Einordnung von Übergewicht und Adipositas. Dabei geht es darum, mögliche Ursachen zu erkennen, gesundheitliche Auswirkungen einzuschätzen und gemeinsam zu überlegen, welche Schritte sinnvoll und realistisch sind. Ziel ist nicht eine kurzfristige Veränderung, sondern ein langfristig tragfähiger Umgang mit dem eigenen Gewicht.

Eine fehlende Gewichtszunahme hat häufig mehrere Ursachen und entwickelt sich oft über einen längeren Zeitraum. Viele Betroffene berichten, dass sie ausreichend essen und dennoch kein Gewicht aufbauen. Das führt nicht selten zu Verunsicherung oder Frustration. In unserer Praxis legen wir auch hier Wert auf eine sachliche, respektvolle und individuelle Betrachtung der Situation.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die medizinische Einschätzung bei Untergewicht oder fehlender Gewichtszunahme. Dabei geht es darum, mögliche Ursachen zu erkennen, gesundheitliche Auswirkungen einzuordnen und gemeinsam zu überlegen, welche Schritte sinnvoll und realistisch sind. Ziel ist keine schnelle Gewichtszunahme, sondern ein stabiler und langfristig tragfähiger Umgang mit dem eigenen Körpergewicht.

Essen nach Zeit, nicht nach Hunger

Beim Zunehmen ist das Hungergefühl häufig kein verlässlicher Maßstab. Viele Betroffene verspüren wenig Appetit, werden schnell satt oder lassen Mahlzeiten im Alltag unbewusst aus. Auch wenn insgesamt „normal gegessen“ wird, reicht die Energiezufuhr dann oft nicht aus, um Gewicht aufzubauen.

Ein zeitlich orientierter Ansatz kann hier hilfreich sein. Geplante Mahlzeiten und feste Zwischenmahlzeiten sorgen dafür, dass Energie regelmäßig zugeführt wird – unabhängig davon, ob gerade Hunger verspürt wird. Entscheidend ist nicht die einzelne große Mahlzeit, sondern die Summe über den Tag verteilt.

Über das folgende Formular können Sie eine kurze Orientierung anfordern, die den täglichen Umgang mit Mahlzeiten beim Zunehmen anschaulich darstellt. Sie soll dabei helfen, Essen bewusster zu planen und realistisch umzusetzen.

Füllen Sie das Formular aus, damit wir Ihnen unseren Plan zum Gewichtaufbauen zusenden können.

Ärztliche Einordnung und mögliche nächste Schritte

Wenn Beschwerden bestehen, Vorerkrankungen bekannt sind oder Unsicherheit über die Ursache des Untergewichts besteht, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Diese beginnt immer mit einer sorgfältigen medizinischen Einschätzung und einer gemeinsamen Zielklärung.

Je nach Situation kann es notwendig sein, Laborwerte zu prüfen, Begleiterkrankungen zu berücksichtigen oder Belastungsfaktoren wie Stress, hohe körperliche Aktivität oder Medikamente in die Bewertung einzubeziehen. Grundlage aller Maßnahmen bleibt eine realistische Anpassung der Ernährung im Alltag. Weitere Schritte erfolgen ausschließlich nach ärztlicher Abwägung.

Für eine erste Einschätzung kann ein kurzes ärztliches Gespräch im Rahmen einer Videosprechstunde hilfreich sein. Dabei ordnen wir die aktuelle Situation ein und prüfen gemeinsam, ob weiterer Unterstützungsbedarf besteht.

Wenn Fragen offenbleiben oder Sie sich bei dem Thema unsicher fühlen, können Sie sich jederzeit an uns wenden. In der gemeinsamen Beratung besprechen wir, welcher Weg realistisch und passend für Ihre persönliche Situation ist. Vereinbaren Sie einen Termin in der Sprechstunde.

Sollte bei Ihnen statt einer Gewichtszunahme eine Gewichtsreduktion im Vordergrund stehen, steht Ihnen auch ein strukturierter Wochenplan zum Abnehmen unter www.spieren.de/abnehmen zur Verfügung.

Was beim Zunehmen eine Rolle spielt

1. Essen nach Uhrzeit

Beim Zunehmen ist das Hungergefühl häufig kein verlässlicher Maßstab. Wer wenig Appetit verspürt oder schnell satt ist, nimmt sonst unbewusst zu wenig Energie auf. Feste Essenszeiten helfen, Mahlzeiten regelmäßig einzuplanen und die Energiezufuhr über den Tag zu sichern.

2. Energie zwischen den Mahlzeiten

Oft reichen drei Hauptmahlzeiten allein nicht aus, um ausreichend Energie aufzunehmen. Geplante Zwischenmahlzeiten können helfen, die tägliche Kalorienmenge zu erhöhen, ohne den Körper mit großen Portionen zu überfordern. Entscheidend ist die Summe über den Tag.

3. Flüssige Kalorien gezielt nutzen

Getränke können beim Zunehmen eine sinnvolle Ergänzung sein, da sie weniger sättigen als feste Mahlzeiten. Kalorienhaltige Getränke zu oder zwischen den Mahlzeiten lassen sich häufig leichter aufnehmen. Sie ersetzen keine Mahlzeiten, können diese aber unterstützen.

4. Eiweiß über den Tag

Eiweiß ist wichtig für den Erhalt und Aufbau von Muskelmasse. Eine gleichmäßige Verteilung über den Tag ist meist besser verträglich als große Mengen auf einmal. So kann Gewichtszunahme stabiler und funktionell erfolgen.

5. Regeneration einplanen

Anhaltender Stress oder fehlende Erholungsphasen können den Energieverbrauch erhöhen und die Gewichtszunahme erschweren. Ausreichender Schlaf und bewusste Ruhezeiten unterstützen die körperliche Regeneration und die Verwertung der aufgenommenen Energie.

6. Bewegung mit Maß

Bewegung bleibt wichtig, sollte beim Zunehmen aber nicht zu einem zusätzlichen Energiedefizit führen. Ziel ist eine ausgewogene Aktivität ohne dauerhaften hohen Kalorienverbrauch. Maßvolle Bewegung unterstützt den Muskelaufbau, ohne die Zunahme zu behindern.

Diese Punkte ersetzen keine medizinische Abklärung. Sie bilden die Grundlage, auf der weitere Schritte sinnvoll aufbauen können. Zu jedem Punkt finden Sie eine kurze Erläuterung.